emo|ti|o|nal

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Worttrennung: emo|ti|o|nal
Bedeutungen: [1] nicht steigerbar: mit Gefühlen (Emotionen) zu tun haben
                          [2] Emotionen zeigend; oft vorwurfsvoll: (über-)empfindlich

Emotional-ein Wort, dass mich momentan sehr beschäftigt.
Egal ob im Gespräch mit Familie und Freunden oder in der Diskussion im Seminar.
Das Wort "emotional" begleitet mich gerade sehr oft.

Das Internet beschert mir nicht gerade eine eindeutige Definition... Und so stelle ich mir Fragen:
Was bedeutet es emotional zu sein?
Was sind Emotionen?
Ist es gut emotional zu sein?
Was ist das Gegenteil von "emotional sein"?

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Wie oft habe ich das schon gehört:
"Sei nicht so emotional" oder "Boah- das ist mir viel zu emotional"
Beides sind Aussagen, in denen Emotionen nicht gerade gut wegkommen.
Doch ist es wirklich so? Emotionen zu zeigen, emotional zu sein, ist etwas Schlechtes?
Ich jedenfalls habe nicht gerade das Gefühl (hahaha), dass dieser "Charakterzug" in unserer Gesellschaft gut wegkommt.


Was ist denn die Alternative? Rationales, logisches Denken? Jedenfalls sagt das die Forschung.
Gehirne von gefühlsbetonten und sachlichen Menschen unterscheiden sich sichtbar! (Hier nachzulesen)
Doch lässt es sich so schwarz-weiß sehen oder im naturwissenschaftlichen Sinne- grau und weniger grau?

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Ich bin kein Fan von Stigmatsierungen- Männer sind generell rationalere Wesen und Frauen die emotionalen Menschen. Genauso glaube ich nicht, dass Verstand und Gefühl zwei gegenpolige Extreme darstellen. Schon Jane Austen wusste, dass sich beides wunderbar ergänzt und sich auch nicht ausschließt. Gerade in Freundschaften oder Partnerschaften kann man viel voneinander lernen und jeweils die Stärken von Intuition und Verstand stärken, sowie die Schwächen und Grenzen dieser erleben.

Emotionen gehören zu unserem Alltag. Jeder Mensch empfindet Emotionen, ist also emotional.Ohne Emotionen sind wir nicht handlungsfähig.
Doch wie stark wir diese wahrnehmen, empfinden und danach handeln ist individuell unterschiedlich. Das Feld der Emotionen ist so komplex, dass in verschiedenen Kulturen emotionale Reaktionen unterschiedlich ausfallen. Japaner drücken Ekel anders aus als Deutsche. Winzige Unterschiede in der Mimik sind dafür verantwortlich.
Aber machen nicht gerade diese individuellen und kulturellen Unterschiede unsere Welt nicht viel reicher und bunter?

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Nach der Lektüre zahlreicher Artikel fühle ich mich nach wie vor nicht schlauer.
Ich habe nach wie vor Fragen, die unbeantwortet bleiben. Aber an diesem Punkt stellen sich sämtliche Wissenschaftler und Neurologen, die Emotionen zu ihrem Untersuchungsfeld gemacht haben, hinter mich. Ich bin nicht allein ;)


Ich selbst möchte beides- ich möchte nach Bauchgefühl handeln.
Und dann wieder überlegt sein.
Ich möchte denken, während ich spreche.
Und dann mal denken und  erst danach sprechen.
Ich möchte empathisch sein. Freude (und dann auch den Kummer) teilen.
Und manchmal möchte ich ein Außenstehender sein. Emotionen anderer verstehen und dennoch an Ort und Stelle stehen bleiben...

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